Seltene Rohstoffe im IT-Kreislauf

Ressourcenwert

Ressourcenwert

Wirtschaftlicher Nutzen seltener Rohstoffe im IT-Kreislauf

IT-Remarketing von Smartphones

Ein Smartphone enthält rund 60 verschiedene Elemente – Gold, Silber, Palladium, Kupfer, Kobalt und Seltene Erden. In einer Tonne Alt-Handys steckt bis zu 100-mal mehr Gold als in einer Tonne Golderz. Trotzdem wurden 2022 von 91 Milliarden US-Dollar an Metallwert im weltweiten Elektroschrott nur 28 Milliarden zurückgewonnen.

Für Unternehmen ist ausgemusterte IT deshalb kein Abfall, sondern ein Rohstofflager mit Restwert. Der Rohstoff-Explorer rechts zeigt, was in Ihrer Flotte steckt – und warum Weiternutzung noch mehr wert ist als das Recycling der Metalle.

Rohstoff-Explorer: Was steckt in Ihrer Alt-IT?

Gerätetyp wählen und Stückzahl einstellen – der Explorer zeigt die enthaltenen Metalle, ihren Rohstoffwert und was Wiederverwendung an Primärförderung erspart.

100
Rohstoffwert der enthaltenen Metalle (Richtwert)
kg Primärrohstoffe (Erz, Wasser, Energie) geschont, wenn die Geräte weitergenutzt werden
Tonnen Golderz müssten für die enthaltene Goldmenge abgebaut werden
Materialgehalte je Gerät nach UNEP/UNITAR (Global E-waste Monitor), Umweltbundesamt und Herstellerangaben (u. a. Apple Product Environmental Reports); Rohstoffmengen („Ökologischer Rucksack") nach MIPS-Methode des Wuppertal Instituts – einheitlich mit dem Sustainability Impact Calculator dieser Website; Preise als Jahresmittel gerundet (Gold 85 €/g, Silber 1 €/g, Palladium 30 €/g, Kupfer 9 €/kg, Kobalt 30 €/kg, Aluminium 2,5 €/kg). Richtwerte – reale Gehalte variieren je Modell.
Zahlen & Fakten

Rohstoffe im IT-Kreislauf: Zahlen, die überraschen

Der Wert eines Geräts besteht aus zwei Ebenen. Die Materialebene ist der Metallwert, den der Rohstoff-Explorer ausweist – bei einem Notebook wenige Euro, bei einem Server einige zehn Euro. Die Funktionsebene ist der Restwert eines funktionsfähigen Geräts im Remarketing: bei einem drei Jahre alten Business-Notebook oft das Zehn- bis Fünfzigfache des Materialwerts.

Deshalb gilt in der Kreislaufwirtschaft die Hierarchie: Weiternutzen vor Aufbereiten vor Recyceln. Jedes Gerät, das funktionsfähig in die zweite Nutzungsphase geht, erhält nicht nur seine Rohstoffe, sondern auch die Energie, das Wasser und die Arbeit, die in seiner Herstellung stecken – bei einem Notebook rund 1.200 kg Primärrohstoffe und 190.000 Liter Wasser.

Rohstoffsicherheit wird zur Unternehmensfrage. Die EU stuft mit dem Critical Raw Materials Act 34 Rohstoffe als kritisch ein – darunter Kobalt, Gallium, Germanium und Seltene Erden, die in praktisch jedem IT-Gerät stecken. Lieferengpässe und Preissprünge treffen direkt die IT-Beschaffung.

Unternehmen, die ihre Altgeräte in einen dokumentierten Kreislauf geben, leisten einen messbaren Beitrag zur Rohstoffsicherheit Europas – und können diesen Beitrag im ESG-Bericht ausweisen. Rhein ITAD Cycle dokumentiert je Rückführung die geschonten Primärrohstoffe und den Materialverbleib, vom Ankauf bis zur zertifizierten Verwertung nicht mehr nutzbarer Komponenten.

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