Aktuelle Zahlen zu globaler Entsorgung & Recyclingquoten
Elektroschrott ist der am schnellsten wachsende Abfallstrom der Welt. 2022 fielen laut Global E-waste Monitor der Vereinten Nationen 62 Millionen Tonnen an – genug, um eine Lkw-Kolonne einmal um den Äquator zu stellen. Nur 22,3 Prozent davon wurden nachweislich gesammelt und recycelt.
Europa erzeugt mit 17,6 Kilogramm pro Kopf am meisten, hat aber auch die höchste dokumentierte Sammelquote. Trotzdem verschwindet mehr als die Hälfte der europäischen Altgeräte aus dem regulären Kreislauf. Ausgemusterte Unternehmens-IT ist dabei ein besonders wertvoller Anteil: hohe Stückzahlen, bekannte Herkunft, hoher Restwert.
E-Waste live: Der Elektroschrott-Zähler
Weltweit entstehen rund 62 Millionen Tonnen Elektroschrott pro Jahr – das sind knapp zwei Tonnen pro Sekunde. So viel ist zusammengekommen, seit Sie diese Seite geöffnet haben:
Pro-Kopf-Aufkommen und Recyclingquote nach Region (kg pro Person, 2022)
erzeugt dokumentiert recycelt
Was die Zahlen für Unternehmen bedeuten
- Fünfmal schneller: Der E-Schrott wächst fünfmal schneller als das dokumentierte Recycling
- Unter 1 %: So wenig des Bedarfs an Seltenen Erden wird heute aus Recycling gedeckt
- 42,8 %: Sammelquote in Europa – Spitzenwert, aber weit von einem geschlossenen Kreislauf entfernt
Hinter den globalen Zahlen steht ein strukturelles Problem: Geräte werden gehortet, informell entsorgt oder über nicht dokumentierte Wege exportiert. In der EU regeln WEEE-Richtlinie und ElektroG Rücknahme und Verwertung; ab 2026 folgt mit dem Circular Economy Act ein Rechtsrahmen, der Sekundärrohstoffe und Wiederverwendung stärker in den Mittelpunkt rückt.
Für Unternehmen ist die Botschaft klar: Die Verantwortung endet nicht mit der Übergabe an einen Entsorger. Wer nachweisen kann, wohin seine Geräte gegangen sind – Wiederverwendung, Materialrecycling oder Vernichtung – erfüllt nicht nur gesetzliche Pflichten, sondern gewinnt belastbare Kennzahlen für die ESG-Berichterstattung.
Wiederverwendung schlägt Recycling. Recycling gewinnt Rohstoffe zurück, verbraucht dabei aber Energie und verliert Material. Die Weiternutzung eines funktionsfähigen Geräts vermeidet dagegen die gesamte Neuproduktion – bei einem Notebook rund 316 kg CO₂e.
Bei Rhein ITAD Cycle gehen über 95 Prozent der angekauften Geräte nach zertifizierter Datenlöschung und Aufbereitung zurück in die Nutzung. Der Rest wird über zertifizierte Erstbehandlungsanlagen stofflich verwertet – dokumentiert mit Gewichts- und Materialbilanz. So wird aus einer anonymen Zahl in der globalen E-Schrott-Statistik ein nachweisbarer Beitrag Ihres Unternehmens.
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