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Okt. 14, 2025 .

Support-Ende für Windows 10: Vier Wege für Unternehmen – und warum Altgeräte jetzt nicht ins Lager gehören

Heute, am 14. Oktober 2025, endet der Support für Windows 10. Microsoft liefert ab jetzt keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr – für ein Betriebssystem, das laut StatCounter im September noch auf rund 40 Prozent aller Windows-PCs weltweit lief. Viele dieser Geräte lassen sich nicht auf Windows 11 aktualisieren, weil ihnen TPM 2.0 oder ein unterstützter Prozessor fehlt.

Für IT-Verantwortliche ist das kein Grund zur Panik, aber ein klarer Handlungsauftrag: Jedes Gerät braucht in den kommenden Wochen eine Entscheidung. Wir zeigen die vier realistischen Optionen – und erklären, warum die Ausmusterung alter Hardware jetzt strukturiert erfolgen sollte, statt Geräte „vorerst” im Lager zu stapeln.

Refurbished Notebook

Option 1: Upgrade auf Windows 11, wo die Hardware es erlaubt

Geräte mit TPM 2.0, UEFI Secure Boot und einem unterstützten Prozessor (in der Regel ab Intel Core der 8. Generation bzw. AMD Ryzen 2000) können kostenlos auf Windows 11 wechseln. Prüfen Sie den Bestand mit dem Tool „PC-Integritätsprüfung” oder per Intune/Endpoint-Analyse. Für kompatible Geräte ist das Upgrade der wirtschaftlichste und nachhaltigste Weg – die Hardware bleibt im Einsatz.

Option 2: Extended Security Updates als Brücke

Für Unternehmen bietet Microsoft kostenpflichtige Extended Security Updates (ESU) für bis zu drei Jahre an: rund 61 US-Dollar pro Gerät im ersten Jahr, der Preis verdoppelt sich in jedem Folgejahr. Privatnutzer erhalten ein Jahr ESU bis zum 13. Oktober 2026 – im Europäischen Wirtschaftsraum kostenlos, sofern das Gerät mit einem Microsoft-Konto angemeldet ist. ESU liefert ausschließlich Sicherheitspatches: keine Funktionsupdates, keinen Support. Es ist eine Brücke, kein Ziel.

Option 3: Ersatz beschaffen – und Altgeräte vermarkten statt lagern

Wo ein Upgrade technisch nicht möglich ist, führt der Weg zu neuer Hardware. Der Fehler, den wir in dieser Phase am häufigsten sehen: Die alten Geräte wandern in Kartons und Kellerräume, „falls man sie noch braucht”. Jeder Monat Lagerzeit kostet Restwert – Business-Notebooks verlieren je nach Modell mehrere Prozent ihres Marktwerts pro Quartal. Gleichzeitig liegen auf den Datenträgern weiterhin personenbezogene Daten, für die das Unternehmen nach DSGVO verantwortlich bleibt.

Besser: Ausmusterung als Projekt planen. Geräte erfassen, Daten mit zertifizierter Löschsoftware löschen und dokumentieren, funktionsfähige Hardware über IT-Remarketing wiederverwenden lassen. Ein Notebook der 7. Intel-Generation, das für Windows 11 zu alt ist, läuft mit Linux oder in weniger anspruchsvollen Umgebungen noch Jahre – der Erlös senkt die Kosten der Neubeschaffung.

Option 4: Alternative Betriebssysteme für Spezialfälle

Für Kiosk-Systeme, Schulungsräume oder reine Browser-Arbeitsplätze kann ChromeOS Flex oder eine Linux-Distribution eine Lösung sein. Das verlängert die Nutzungsdauer erheblich, setzt aber Applikationstests und IT-Know-how voraus. Für die breite Büro-Flotte bleibt es meist eine Nischenoption.

Fazit

Das Support-Ende von Windows 10 ist der größte Hardware-Wechsel seit Jahren – und damit auch eine Chance: Wer die Ausmusterung jetzt sauber organisiert, senkt Sicherheitsrisiken, erzielt Restwerte und erhält ESG-Kennzahlen für den Nachhaltigkeitsbericht. Wer wartet, zahlt doppelt: sinkende Erlöse und weiterlaufende Verantwortung für die Daten.

Quellen: Microsoft, „Windows 10 support ends on October 14, 2025″ und Informationen zu Extended Security Updates (ESU); StatCounter Global Stats, Desktop Windows Version Market Share Worldwide, September 2025.

FAQ

Kann ich Windows 10 nach dem 14. Oktober 2025 weiter nutzen?

Ja, die Geräte funktionieren weiter. Sie erhalten aber keine Sicherheitsupdates mehr – jede neu entdeckte Schwachstelle bleibt offen. In Unternehmensnetzen ist das ein Compliance- und Haftungsrisiko.

Was kosten Extended Security Updates für Unternehmen?

Im ersten Jahr rund 61 US-Dollar pro Gerät, danach verdoppelt sich der Preis jährlich (etwa 122 und 244 US-Dollar). Maximal sind drei Jahre möglich, also bis Oktober 2028.

Was passiert mit Windows-10-Geräten, die nicht upgradefähig sind?

Nach zertifizierter Datenlöschung lassen sie sich über IT-Remarketing weiterverkaufen oder spenden – zum Beispiel mit Linux für weniger anspruchsvolle Einsätze. Nur Geräte ohne Marktwert gehen in das fachgerechte Recycling.

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